Mit dem November kommt das Thema Tod ganz automatisch auf den Tisch. Friedhofsbesuche und Totengedenken stehen fest auf dem Terminplan. Auch für Musiker wie "Die jungen Dichter und Denker" - Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren - ist das Sterben ein Thema. So rappen sie etwa über den Tod eines Kindes. Und dabei greifen sie auf Goethes Erlkönig zurück: "Wer reitet so spät durch Nacht und Wind, es ist der Vater mit seinem Kind." Am Ende der Strophe hält der Vater seinen toten Knaben im Arm. Zu Goethes Zeiten und noch früher war es ziemlich normal, dass Kinder starben. Eltern waren auf einen möglichen Verlust eingestellt. Aber heute sieht das doch ganz anders aus. Meistens ist der Nachwuchs ein geplantes Wunschkind. Wenn es stirbt, zerbricht damit ein ganzer Lebensentwurf. Was geschieht dann? Wie können Eltern mit ihrer Trauer umgehen? Wir haben mit einem Trauerexperten gesprochen und auch Kinder gefragt nach ihren Vorstellungen vom Tod und von dem, was danach folgt.