Anders als heute war die Fastenzeit früher geprägt von strengen Regeln – gerade in Sachen Ernährung. Doch solche strengen Regeln haben auch immer schon die Fantasie angeregt, selbst bei findigen Mönchen. Das berühmte Kloster-Starkbier etwa wurde und wird extra zur Fastenzeit gebraut – und das sogar mit päpstlichem Segen, wie eine Legende erzählt. Eine ganz ähnliche Geschichte übrigens soll dazu geführt haben, dass Schokolade bis heute oft als "zulässige Fastenspeise" angesehen wird. Und was ist mit Maultaschen, die das Fleisch geschickt im Nudelteig verstecken? Oder mit dem geschossenen Hirsch, der eben mal durch den Bach gezogen und dann zum Fisch erklärt wird, damit man ihn auch in der Fastenzeit essen darf? Andererseits aber gab es auch durchaus praktische Gründe, die etwa für das Starkbier sprachen...