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Initiative "Pro Reli"
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Promis und Kirchen kämpfen für Religionsunterricht

Am Sonntag, 26. April 2009 ist es soweit: Bei einem Volksentscheid stimmen die Berliner ab, ob auch in der Hauptstadt die Schüler zwischen Ethik- und Religionsunterricht wählen können – wie in anderen Bundesländern seit langem.

Derzeit ist Ethik ab der siebten Klasse Pflichtfach, während der Religionsunterricht nur zusätzlich als Arbeitsgemeinschaft gewählt werden kann. Mit einer beispiellosen Unterschriftenaktion hat die Initiative „Pro Reli“ diesen Volksentscheid erkämpft, für einen Erfolg sind jetzt 610.000 Ja-Stimmen erforderlich (bei etwa 2,4 Millionen Wahlberechtigten). Ein hartes Stück Arbeit, zumal der Senat auf einem eigenen Termin beharrte, anstatt den Volksentscheid mit der Europawahl zusammenzulegen.

Um genug Befürworter mobil zu machen, hat „Pro Reli“ prominente Mitstreiter gesucht  - und gefunden: TV-Stars wie Günter Jauch, Mariella Ahrens und „Super-Nanny“ Katharina Saalfrank werben auf Plakaten und in Radiospots ebenso für den Religionsunterricht wie Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich.

Spitzenpolitiker wie Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Wolfgang Thierse und Wolfgang Schäuble unterstützen die Initiative genauso wie jüdische und muslimische Spitzenverbände. Und ganz besonders kämpfen natürlich die Kirchen, denn sie fürchten bundesweit weitreichende Folgen für den Religionsunterricht, falls der Volksentscheid scheitert.