Es ist ein dunkles Kapitel westdeutscher Nachkriegsgeschichte: In Erziehungsheimen der 50er und 60er Jahre - größtenteils in kirchlicher Trägerschaft - wurden zahlreiche Kinder und Jugendliche misshandelt und missbraucht. Das Ausmaß ist bislang unklar.
Am Montag und Dienstag tagt in Berlin wieder der Runde Tisch, der bis 2010 die Schicksale der Heimkinder aufarbeiten soll. Beteiligt sind Vertreter der Kirchen, Erziehungswissenschaftler, Heimträger, Jugendhilfemitarbeiter sowie Betroffene. Die Leitung hat die Grünen-Politikerin und ehemalige Bundestagsvize-Präsidentin Antje Vollmer.
Zu klären ist nicht zuletzt auch die heikle Frage nach Entschädigungszahlungen.