"Geflammter Kardinal" und "Mönchskopf"
Fromme Äpfel im Obstmuseum
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    KNA
  • Autor:
    Gottfried Bohl (KNA)



Haben Sie schon mal in einen "geflammten Kardinal" gebissen? Oder einen "Mönchskopf" verspeist? Keine Angst - es geht nicht um katholischen Kannibalismus, sondern um alte und seltene Apfelsorten. Die rettet Meinolf Hammerschmidt in seinem Obstmuseum vor dem Aussterben und Vergessen.

720 verschiedene Sorten hat der "Pomologe" gesammelt - und kennt zu jedem Apfel auch die dazugehörende Geschichte. Und es ist kein Zufall, dass so viele dieser Äpfel fromme Namen tragen. Denn es waren vor allem die Mönche und Nonnen in den mittelalterlichen Klöstern, die für die enorme Sortenvielfalt sorgten. Mit den Missionaren kamen die Äpfel dann in alle Welt.

Und Apfelsammler Hammerschmidt will heute diesen Reichtum der Schöpfung bewahren - gegen den allgemeinen Trend in den Supermärkten, wo oft gerade noch eine Handvoll Apfelsorten in den Regalen liegt. (Bild: Katharina Ferdy/pixelio.de)

Frisch gezappt!
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