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Familiensonntag 2010
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© KNA
Kardinal Sterzinsky äußerte sich zur Familienpolitik

Die Familie wird auch in der Politik immer wieder hochgehalten – zumindest in den Sonntagsreden. Doch die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Gerade die katholische Kirche beklagt immer wieder strukturelle Rücksichtslosigkeiten gegenüber Familien und nennt es etwa „skandalös“, dass Kinder weiterhin das Armutsrisiko Nummer eins sind. 

Der Familiensonntag 2010 am 17. Januar, war deshalb eine  Gelegenheit zur Bestandsaufnahme mit damaligen Kardinal Georg Sterzinsky. Dieser war bis Februar 2011 „Familienbischof“ der Deutschen Bischofskonferenz und verstarb am 30. Juni im gleichen Jahr. Zum Familiensonntag 2010 begrüßte er die neueste Kindergelderhöhung, beklagte aber, dass gerade die Ärmsten nicht davon profitieren, obwohl sie das Geld eigentlich am nötigsten hätten.

Zur Debatte um Betreuungsgeld, Bildungsgutscheine statt Kindergeld etc. hielt er es für völlig ungerechtfertigt, Familien unter den Generalverdacht zu stellen, sie würden das Kindergeld lieber versaufen oder in Plasma-Fernseher investieren, als es ihren Kindern zugutekommen zu lassen.