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Verhaltenscodex soll Schutz bieten
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© Münchner Kirchenradio
Bischof Ackermann zur Missbrauchprävention

Selbstverpflichtungen kirchlicher Mitarbeiter könnten in Zukunft den Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche verhindern helfen. Das sagte der Beauftragte für Missbrauchsfälle in der Deutschen Bischofskonferenz, Stefan Ackermann, dem Münchner Kirchenradio.

Schon jetzt gebe es im Bereich der kirchlichen Jugendarbeit einen Verhaltenscodex auf den sich die Mitarbeiter in der Jugendpastoral verpflichteten. Das sei ein guter Schritt, nicht nur sexuellen Missbrauch, sondern auch Mißhandlungen wie Prügelstrafen in Zukunft möglichst zu vermeiden.

Insgesamt, räumte Ackermann ein, habe die Kirche das Ausmaß der Missbrauchsfälle unterschätzt. Niemand habe damit gerechnet, dass Vergehen, die 50 Jahre und älter sind, so massiv auftreten könnten.

Der Trierer Bischof kündigte an, das teils verlorene Vertrauen der Gläubigen durch ehrliche Aufklärung und konstruktive Lösungsvorschläge wiedergewinnen zu wollen. Dazu soll nächste Woche unter anderem eine Telefon-Hotline für Betroffene im Bonner Büro des Missbrauchs-Beauftragten freigeschaltet werden.