Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, zieht eine erste Bilanz ihrer Tätigkeit und der Anrufe bei der Missbrauchshotline.
Im Namen der Opfer plädiert sie für eine Abschaffung der Verjährungsfrist bei Missbrauchsfällen – auch als Signal der Gesellschaft, die Täter zu verfolgen, unabhängig davon, was man noch nachweisen könne. Sie fordert zudem eine wirkliche Aufarbeitung in den betroffenen Einrichtungen, lehnt aber eine Anzeigepflicht für Missbrauchsfälle ab.
Nach Angaben Bergmanns sind bisher rund 1.500 Meldungen von Missbrauchsfällen in der Anlaufstelle eingegangen. Dabei habe jeder zweite Missbrauchsfall im Zusammenhang mit einer katholischen Einrichtung gestanden. Sie führt dies allerdings auch auf die derzeitige gesellschaftliche Debatte zurück.
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