Ralph Pietratz -Im Konvoi gegen die NotIm "Auslandsdienst" des Malteser Hilfsdienstes hat der Student einen Konvoi in ein Flüchtlingslager nach Slowenien begleitet.Wenn Ralph Pietratz über Begriffe wie Gefahr, Angst oder Krieg spricht, weiß er genau worüber er redet. Der 25-jährige Student ist ehrenamtliches Mitglied des Malteser Hilfsdienstes in Trier. "Auslandsdienst" nennt sich der Bereich bei den Maltesern, dem Ralph Pietratz sein soziales Engagement widmet. Schon seit seiner Gründung zählt der Malteser Hilfsdienst den Auslandsdienst zum festen Bestandteil seiner Aufgaben. Die Arbeit in Mittel- und Osteuropa wird von vielen Menschen wie Ralph Pietratz getragen. Zum Einsatz kommen die Helfer bei Großkatastrophen wie dem Krieg im Irak, dem Hochwasser in Tarnow oder bei der Hilfe in Flüchtlingslagern. So hat Ralph Pietratz am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet einen LKW-Konvoi auf seiner Fahrt in ein Flüchtlingslager zu begleiten.
Ralph Pietratz erster Einsatz führte ihn nach Ljubljana, der Hauptstadt von Slowenien. Flüchtlinge aus Russland und dem ehemaligen Jugoslawien fanden dort Zuflucht. Dieser Besuch hat bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen, da er zum Teil großes Leid und Elend miterlebt hat. Zurzeit ist Ralph Pietratz an der Planung eines Transportes mit Gütern nach Kroatien beteiligt. Nächsten Sonntag soll der Konvoi aufbrechen. Davor muss alles genau vorbereitet werden. Solch ein Unternehmen ist mit Gefahren verbunden. Zum Teil befinden sich Straßen und Brücken unter Beschuss oder sind abgesperrt. Auch die Fronten können sich verschieben und dem LKW - Konvoi dadurch die Durchfahrt erschweren oder sogar verhindern. Die Fahrtroute muss daher vorher genau überprüft und geplant werden, damit das Risiko für die Helfer möglichst gering bleibt.
Durch sein Engagement bei den Maltesern wird sein Privatleben stark eingeschränkt. Auch Sonntags muss Ralph Pietratz arbeiten und wenn er einen LKW-Konvoi begleitet, ist er oft mehrere Tage lang unterwegs. Familie und Freunde kommen dabei häufig zu kurz. Ralph Pietratz opfert seinen Sonntag für Menschen in Not und stellt seine eigenen Interessen in den Hintergrund. Für seine sozialen Leistungen hat er auch schon viele Auszeichnungen erhalten und durch seinen Einsatz können andere Menschen überleben.