Stunts
Stunts sind eine Sache für Fachleute. Wer meint, sein Lieblingsheld riskiert selber Kopf und Kragen, der irrt sich gewaltig.
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  • Medientyp:
    Video
  • Bewertung:
  • Dauer:
    00:05:04
  • Copyright:
    APG

  • Sendung:
    Blue Box

  • Schlagwörter
    Stunt, Bluebox, Stuntman, Gefahr, Double, Maskenbildner, Mut, Risiko, Stuntschule

Klirrende Scheiben, splitterndes Glas, ein Mann stürzt durch das Fenster ins Freie, schlägt zwischen den Glasscherben auf dem Boden auf. Ist er verletzt? Blutet er? Nein, ihm ist nichts passiert. Er ist Stuntman (stunt = engl. Schaunummer; man = engl. Mann). Das heißt, er gehört zu den Männern und Frauen, die Schauspieler bei gefährlichen Szenen ersetzen. Das muss gelernt und geplant sein. Die Ähnlichkeit mit den entsprechenden Schauspielern ist erwünscht, doch Körpergröße und Aussehen haben auf die Eignung zu diesem Beruf keinen Einfluss. Häufig helfen Haarersatz und Kostüme weiter. Bis ins letzte Detail studieren Stuntleute ihre meist prominenten Vorbilder. Für den Film kopieren sie den Gang, die Bewegungen und sonstige Eigenarten. Die Fernsehzuschauer sollen später möglichst keinen Unterschied zwischen Original und Stunt-Double feststellen können. 

Modellierwachs und Filmblut
Ganze Arbeit leisten hierbei auch die Maskenbildner. Sie erhöhen nicht nur die Ähnlichkeit mit den zu doubelnden Schauspielern, sie schminken auch die Wunden und Verletzungen, die sich die Stuntleute in ihren Rollen scheinbar zuziehen. Die Maskenbildner erreichen hierbei verblüffend authentische Ergebnisse mit Modellierwachs und Filmblut. Draufgänger lassen sich in diesem Beruf kaum finden. Sicherlich gehört eine Portion Mut dazu, mit einem Auto in schneller Fahrt gegen eine Mauer zu fahren oder von Brücken zu springen. 

Doch diese Szenen bergen ein hohes Risiko, und es ist wichtig, mit Verstand an die Herausforderung heranzugehen und jede einzelne Sekunde des Stunts vorzuplanen. In der Ausbildung hat der Sport für die Stuntleute eine wichtige Bedeutung. Tägliches Konditionstraining und Dehnübungen gehören zur Grundlage. Wer außerdem noch eine Kampfsportart betreibt, erhält zusätzlich Sicherheit in der Beherrschung des eigenen Körpers. Gegen gravierende Verletzungen schützen Stuntleute sich in der Regel mit dicken Bandagen und Polstern. 

Für Stunts mit noch jugendlichen Schauspielern oder Kindern werden entsprechend schmal und klein gebaute Stuntleute eingesetzt, und die einzelnen Szenen werden dann so schnell geschnitten, dass dies niemandem auffällt. Für Stuntleute gibt es in dem Sinne keine gesetzlich geregelte Ausbildung. Es existieren zwar Stuntschulen, die das Training unterstützen und Standardsituationen üben, doch außer einem Zertifikat gibt es keinen anerkannten Abschluss.