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Schwester Mirjam fertigt Kerzen anBesuch in der Kerzenwerkstatt

Wie sieht eigentlich eine Kerzenwerkstatt aus? Betritt man die Arbeitsstätte von Schwester Mirjam im Kloster Karmel Maria vom Frieden in Köln, dann fühlt man sich erstmal an die Werkstatt vom Meister Eder erinnert. Und in der Tat, früher werkelte zwischen alten Holzregalen und knarrenden Werkbänken der ehemalige Hausmeister des Klosters. Doch jetzt hat sich hier Schwester Mirjam ihr Reich erobert. Und statt Hammer, Nagel, Schraube und Zollstock erblickt man nun Kerzen, Kerzen und nochmals Kerzen. 

Auf dem großen Werktisch sind zwanzig gleich aussehende mittelgroße Kerzen aufgereiht wie aus einer Fließbandproduktion. Im Regal stehen einzelne Unikate, jede Kerze, große und kleine, mit einer besonderen Verzierung versehen: Sei es das Logo des Weltjugendtages 2005 oder biblische Verse. Auf einer Kerze steht „Nur die Liebe zählt“. 

Seit 15 Jahren stellt Schwester Mirjam im Kloster Karmel Maria vom Frieden Kerzen her. Allerdings war damals noch Töpfern ihr Haupttätigkeitsfeld. Doch später meinten ihre Mitschwestern zu ihr „wer töpfern kann, kann auch Kerzen machen“. Und statt Ton geht nun Wachs durch ihre Hände.