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Pilgern auf dem MotorradDie Biker kommen! Motorradwallfahrt nach Kevelaer

Seit 22 Jahren treffen sich am dritten Juli-Wochenende in Kevelaer tausende Motorradfahrern unter dem Motto „Pray’n Ride“ zur großen Biker-Wallfahrt. Sie kommen von weit her, etwa aus Hamburg, Berlin oder auch aus den Benelux-Ländern und Frankreich. Gemeinsam Andacht halten, das Lagerkreuz in der Zeltstadt errichten, einen Wortgottesdienst vorbereiten: Die Motorradfahrer leben ihre Gemeinschaft, und in der Gemeinschaft leben sie ihren Glauben. Denn Glaube und Biker – das passt zusammen. „Das ist unglaublich, ist aber so“, sagt Anette Bent vom Verein „Motorradfahrerwallfahrt Kevelaer e.V.“.

Für viele Motorradfahrer steht bei dieser Wallfahrt die Erinnerung an erkrankte, verunglückte oder verstorbene Kameraden im Vordergrund. Anlaufstelle hierfür ist die 2005 eingeweihte Gedenkstätte in der Kapelle „Maria in der Not“. In der achteckigen Kapelle ist eine in Edelmetall gefasste Gedenkrolle, auf der die Namen von tödlich verunglückten Bikern stehen. Jedes Jahr kommen neue Namen hinzu.